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Postitive Bilanz für "Stadtteileltern"

Caritas möchte einheitliche Standards und bessere Förderung erwirken /Hilfe zur Integration


Im Oktober 2020 wurde das Projekt „Stadtteileltern“ auch in Schopfheim eingeführt. Bürger mit Migrationshintergrund werden dabei zu sogenannten „Brückenbauern“. Sie nehmen Immigranten an die Hand und helfen ihnen, sich zu integrieren.
Die Bilanz ist eindeutig: Von Seiten der Caritas soll das Projekt auf jeden Fall weitergeführt und sogar noch ausgeweitet werden. Fachbereichsleiter Reinhard Zahn vom Caritasverband für den Landkreis Lörrach berichtet auf BZ-Anfrage vom bisherigen Verlauf des Projektes und weshalb es in Zukunft unbedingt fortgeführt werden sollte. „Wir erreichen Leute, die wir sonst nicht erreichen würden. Außerdem entsteht so eine gute Vernetzung“, erklärt Zahn. Die Personen, die mit dem Integrationshelfer für Schopfheim, Taufik Alhamoud, in Kontakt kämen, würden zudem Ängste abbauen und Vertrauen und Beziehungen fördern. Laut Zahn ist Taufik Alhamoud für diesen Posten besonders geeignet:
Nachdem er vor rund 20 Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen sei, helfe er jetzt Immigranten das zu schaffen, was er erreicht hat: Sich in Deutschland zurechtzufinden, zu arbeiten und Sprache sowie Kultur zu verstehen.
Durch seinen eigenen Migrationshintergrund kann Alhamoud die Lage, Ängste und Probleme der Migranten bestens nachvollziehen. Er weiß wo Hilfe gebraucht wird und kann helfen, Sprachbarrieren zu überbrücken. Ein weiterer Vorteil:
Migranten sehen, was er erreicht hat – und finden so Hoffnung für ihre eigene Zukunft. Die Aufgaben des Integrationshelfers sind breit gefächert, erklärt Reinhard Zahn. So begleite Alhamoud die Migranten auf Ämter, zu Fachdiensten,
zu Organisationen wie dem AKI (Arbeitskreis Integration) oder zum Arzt, zur Schule und zur Kita. Da durch die Pandemie organisatorische Dinge größtenteils schriftlich abgehandelt werden mussten, waren viele Immigranten auch hier
auf seine Hilfe angewiesen. „Das fällt Deutschsprachigen ja oft schon schwer. Beherrscht man dann die Sprache nicht, wird das Ganze noch viel komplizierter“, erklärt Zahn.
Der Integrationshelfer ist auch da, wenn Flüchtlinge nachmaximal zwei Jahren Aufenthalt der Flüchtlingsunterkunft einer Kommune zugewiesen werden. Nach der Registrierung nimmt er sie an die Hand.
Weiterreichende Ziele sind der Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und das Erlernen der deutschen Sprache. „Das Projekt ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht“, berichtet Zahn – ewig unterstützen soll der Integrationshelfer also nicht.
Im vergangenen Jahr nahmen allein in Schopfheim 40 bis 50 Personen Alhamouds Hilfe an, die meisten davon seien Familien gewesen, berichtet die Caritas. Pro Jahrwerden seine Dienste pro Person oder Familie drei bis vier Mal in Anspruch genommen, teilweise aber auch bis zu zwölf Mal.
Nachdem das Projekt in Lörrach, Weil und Rheinfelden schon einige Jahre durchgeführt wurde, schloss sich vergangenen Oktober auch Schopfheim an. Das Problem: Es gibt keine einheitlichen Standards im Landkreis.
Daher sei das aktuelle Ziel, das Projekt neu zu organisieren und ihm eine neue Struktur zu verpassen, um einheitliche Standards zu erreichen, erklärt Zahn. Außerdem soll es in Zukunft zu einer Institution werden.
Das habe den Vorteil, dass man eine institutionelle Förderung des Landkreises bekomme, und nicht immer, wie bisher, um Geld kämpfen müsse. Ein weiteres Ziel sei es, den ländlichen Raum ebenso abzubilden.
Im Gespräch seien bisher Schönau, Todtnau und Zell. Außerdem möchte man den Namen des Projektes ändern. Der bisherige Begriff „Stadtteileltern“ sei unpassend und irreführend, eine Alternative wäre zum Beispiel „Integrationslotsen“, so Zahn.
Die Stadt, die die Stelle teilfinanziert, möchte sich aktuell zu einer möglichen Ausweitung und unbefristeten Förderung noch nicht positionieren. „Aufgrund der Pandemie ist es schwierig, schon jetzt eine konkrete Aussage zu machen.
Im September findet ein Termin mit Herrn Zahn statt, um die weitere Vorgehensweise gemeinsamzu besprechen“, antwortet die Stadt auf BZ-Anfrage.


25.08.21

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