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Eigenes Männerbild hinterfragen

Integration | Neue Fachstelle für interkulturelle Männerarbeit des Caritasverbandes startet ab April

Zeitungsartikel vom Montag, 15. März 2021


Die neue Fachstelle für interkulturelle Männerarbeit (FiM) des Caritasverbandes für den Landkreis Lörrach wird ab 1. April das breit gefächerte Angebot des Fachbereichs Migration & Integration ergänzen. Geplant sind freiwillige Gesprächs- und Freizeitgruppen für männliche Migranten jeden Alters. 

Kreis Lörrach. „Wir wollen unser Interkulturelles Kompetenzzentrum in Lörrach mit den Fachdiensten Traumanetzwerk Krisenmanagement für auffällige Flüchtlinge und Respect Coaches um ein weiteres Angebot für Männer mit Fluchterfahrung erweitern“, berichtet Lenar Minubai, Schulsozialarbeiter vom Caritasverband für den Landkreis Lörrach. Er wird die Fachstelle in Zukunft leiten.

Das Projekt einer sozialpsychologischen „Männerarbeit“ wurde ursprünglich von der Stadt Lörrach auf den Weg gebracht und ist im vergangenen Jahr nach dem ersten Lockdown von der Caritas im Landkreis Lörrach übernommen worden. Minubai war von Anfang an dabei und freut sich auf seine neue Herausforderung als Fachleiter der FiM. „Wir setzen bei unserer Arbeit zwei wesentliche Schwerpunkte. Einerseits werden wir kultursensibel auf die Sozialisation der männlichen Teilnehmer eingehen und uns in der Gruppe untereinander über ihre religiösen und ethnischen Werte vertieft austauschen.“

Andererseits gelte es aber auch, sich mit dem eigenen Männerbild zu beschäftigen und dieses zu hinterfragen, wenn dieses zu Konflikten in der Partnerschaft, Familie oder im beruflichen oder öffentlichen Leben führen sollte. Andreas Nagy, Chef des Lörracher Polizeireviers, habe den Caritasverband auf die Notwendigkeit einer präventiven und intervenierenden Sozialarbeit für junge auffällige, männliche Migranten hingewiesen, berichtet Reinhard Zahn, Fachbereichsleiter für Migration & Integration des Caritasverbandes im Landkreis. „Wir haben uns dann entschieden, ein eigenes Angebot von Mann zu Mann in unseren Fachbereich einzugliedern.“ Das Konzept dazu wurde vom Ministerium für Soziales und Integration mit einer finanziellen Förderung für drei Jahre bedacht. „Es hat uns gefreut, für unsere Arbeit in der Integration von Geflüchteten diese Wertschätzung zu erfahren.“

Die Integrationsarbeit nahm im Jahr 2015 Fahrt auf und werde noch einige Jahre über den ursprünglich angedachten Zielzeitraum vonnöten sein. Der Caritasverband im Landkreis beschäftigt in allen Kommunen des Landkreises Integrationsmanager in den Rathäusern, die als Ansprechpartner für Personen in den Anschlussunterbringungen dienen. Nach Abschluss des Asylverfahrens oder spätestens nach 24 Monaten erfolgt diese durch die Städte und Gemeinden im Landkreis in angemieteten Wohnungen oder Mehrfamilienunterkünften.

Von Denis Bozbag


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